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Digitales Typenschild
Maschinen und Komponenten erhalten standardisierte digitale Stammdaten.
Die Asset Administration Shell, kurz AAS, ist ein standardisiertes Konzept für den digitalen Zwilling in der Industrie. Sie beschreibt Maschinen, Anlagen, Komponenten, Produkte oder Softwaremodule digital und maschinenlesbar. Ziel ist es, technische Daten, Dokumentationen, Zustände und Lebenszyklusinformationen eines Assets einheitlich verfügbar zu machen. Wichtig zur Einordnung: Die AAS ist keine einzelne Software, sondern ein Daten- und Integrationsstandard. Sie ist technologisch bereits gut beschrieben, befindet sich in der breiten Anwendung bei KMU aber noch in der Einführungsphase.
Die Asset Administration Shell bildet ein reales oder digitales Asset standardisiert ab. Ein Asset kann zum Beispiel eine Maschine, ein Sensor, ein Werkzeug, ein Produkt oder eine Softwarekomponente sein. Die AAS besteht aus sogenannten Teilmodellen, die einzelne Informationsbereiche beschreiben, etwa technische Daten, digitales Typenschild, Dokumentation, Wartung, Betriebsdaten oder CO₂-Informationen.
Der große Vorteil liegt in der Interoperabilität. Daten sollen zwischen Maschinen, Softwarelösungen, Herstellern und Kunden einheitlich ausgetauscht werden können. In der Praxis ist dies besonders dort interessant, wo viele unterschiedliche Systeme, Lieferanten oder Dokumentationspflichten bestehen. Die größte Hürde liegt in der Datenqualität: Viele KMU haben ihre technischen Informationen verteilt in ERP-Systemen, Excel-Dateien, Maschinensteuerungen oder Papierdokumenten. Die AAS löst dieses Problem nicht automatisch, sondern schafft die Grundlage für eine standardisierte Datenbasis.